Ski- und Snowboardfahren im Thüringer Wald – die Wintersporttage der 6. Klassen

Was ist aufregender, als den Sportunterricht im Freien stattfinden zu lassen? Und das in einer Schneelandschaft, die die Schülerinnen und Schüler in diesem Winter im Coburger Land nicht erleben konnten.

Unter diesen Voraussetzungen starteten die drei 6. Klassen des Gymnasiums Ernestinums zu ihren Wintersporttagen in die „Skiarea Heubach“, die sich nahe Masserberg im Thüringer Wald befindet. Mit 2 großen Reisebussen und auf Corona getestet ging das Abenteuer los.

In Heubach erwartete die Kinder 30 cm Schnee, sodass die Wintersportbedingungen gut waren. 4 Skigruppen und 1 Snowboardgruppe stellten sich der Herausforderung, diese Sportart das erste Mal auszuprobieren. Im Anfängerbereich wurden schnell Fortschritte gemacht, sodass die Ersten bereits am Nachmittag im unteren Bereich des großen Liftes fahren konnten. Wer nicht so weit war, hatte spätestens am 2. Tag das Vergnügen die lange Piste auszuprobieren. Zum Schluss konnten die meisten die große Abfahrt bewältigen.

Aber auch die 3 Fortgeschrittenen Gruppen im Alpinen Skilauf hatten ihren Spaß und verbesserten mit ihren Skilehrern und Skilehrerinnen ihr Fahrkönnen. Neben dem Feilen an der richtigen Carving-Technik wurde das Kurzschwingen und der richtige Stockeinsatz eingeübt. Sie versuchten sich über Wellenbahnen, Sprungschanzen oder testeten, wie es sich anfühlt rückwärtszufahren. Auch das Fahren mit einem durch den Fahrtwind aufgeblasenen Segeltuch wurde erprobt.

Am dritten Tag wurden die Ernestiner und Ernestinerinnen mit 10cm Neuschnee überrascht. Die erste Abfahrt, bei der sich noch keine Spuren im Schnee befanden, war für die Kinder ein ganz besonderes Erlebnis.

In den Mittagspausen ließen sich die Kinder das in der Hütte vorbestellte Essen schmecken und vertrieben sich danach die Zeit im Liegestuhl oder bei spontanen Schneeballschlachten.

Das Highlight der Wintersporttage bildete am Vormittag des dritten Tages ein Slalomrennen mit Zeitmessung. Sogar einige Schülerinnen und Schüler, die bis vor 3 Tagen das Sportgerät noch nie unter den Füßen hatten, absolvierten den Kurs inclusive dem Steilhang. Gegenseitig feuerten sie sich an und waren am Ende stolz, dass sie das Rennen sturzfrei (zumindest die meisten!) überstanden hatten.

Die Kinder freuten sich, dass sie ihr Schulgebäude für 3 Tage einmal verlassen konnten. Die Stimmung war spitze und so manche Freundschaften wurden durch die über die 3 Klassen übergreifend gebildeten Gruppen neu geknüpft. Natürlich durfte die Apre-Ski-Musik auf der Heimfahrt im Bus nicht fehlen.

Wieder einmal zeigte sich, dass man von Coburg aus gar nicht weit fahren muss, um den Winter und seine Möglichkeiten zu erleben. Gerade in dieser von der Pandemie beeinflussten Zeit, in der Schulfahrten mit Übernachtung vom Ministerium bis zu den Osterferien untersagt wurden, sind diese Wintersporttage eine hervorragende Alternative zu den großen Skilagern im Alpengebiet. Zu hoffen bleibt natürlich, dass die Schülerinnen und Schüler im nächsten Jahr in einem 1-wöchigen Skikurs ihr Fahrkönnen in Wagrain (Österreich) unter Beweis stellen können.

Und was gibt es für die Schülerinnen und Schüler am Ende Schöneres, als von diesem einmaligen Erlebnis direkt in die Frühjahrsferien zu starten.

Februar 27, 2022