Besuch des Integrationsbeauftragten der Stadt am Ernestinum

„Wir alle sind Coburg“ – unter diesem Slogan steht das Integrationskonzept der Stadt Coburg. Wir, das W-Seminar „Migration und Flucht im Raum Coburg“ der Q12 unter der Leitung von Herrn Megges, durften am vergangenen Mittwoch den Integrationsbeauftragten der Stadt Coburg, Herrn Klein, bei uns begrüßen. Herr Klein zeigte uns die Inhalte des Integrationskonzeptes auf. Das Hauptthema dieses Konzepts dreht sich hauptsächlich um die Frage: Wie kann die Stadt Coburg die verschiedenen Lebensgruppen, Religionen – allgemein gesagt die Diversität der Stadt – vereinen und organisieren, denn „Wir leben Vielfalt in allen Generationen!“ Migration, Integration und Inklusion bilden den Rahmen des Konzepts. Grundsätzlich muss gesagt werden, dass das Integrationskonzept 2017 sich an alle Beteiligte der Stadtgesellschaft wendet. Denn Integration ist ein kommunales Querschnittthema, welches alle Handlungsfelder betrifft. Zudem findet Integration auf mehreren Ebenen statt und ruht auf der Verständigung zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen. Durch die vielen Migrationsbewegungen in den vergangenen Jahren weist Coburg etwa 130 Nationen auf. Ziel sollte es dennoch sein, nicht bloß eine gute Integration zu erreichen, sondern eine vollständige Inklusion.
Aber hat Integration auch Grenzen? Für den Integrationsbeauftragten gibt es darauf eine klare Antwort: Grenzen sind die des Grundgesetzes und der Rechtsordnung.
Besonders durch viele ehrenamtliche Helfer konnte Integration und Inklusion in Coburg wachsen. Die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger mit und ohne Migrationshintergrund ist einer der vielen zentralen Erfolgsfaktoren für die kommunale Integrationsarbeit. In Bereichen wie Sprache, Schule und Ausbildung leisten sie einen sehr großen Beitrag. Die Förderung von Akzeptanz und Toleranz wird durch verschiedene Projekte unterstützt. Die Internationale-Woche, öffentliches Fastenbrechen oder auch öffentliche Einbürgerungen mit anschließender Einbürgerungsfeier wären ein paar Beispiele hierfür.
Über den Ausblick ab 2022 erklärte uns Herr Klein, dass ein Ausbau der Vernetzung mit weiteren Akteuren, wie dem Kultur- und Bildungsbüro Coburg, sowie ein Abbau der Barrieren im Gesundheitswesen und eine Vernetzung mit dem Landkreis angestrebt wird.
Abschließend hatten wir die Möglichkeit spezifische und individuelle Fragen zu unseren Themen zu stellen. Der Besuch des Integrationsbeauftragten half uns noch tiefer in die Themenwelt von Flucht, Migration und Integration einzutauchen und neue Informationen zu erhalten.


Lea Wäschenfelder, Q12

Oktober 25, 2021