Ernestiner Basketballer: Oberfrankens Finest

Bereits die Teilnahme am Bezirksfinale Oberfrankens kann als kleiner Erfolg gewertet werden. Dass man selbiges gegen Basketball-Schwergewichte der Bundesligastädte Bayreuth und Bamberg für sich entscheiden konnte, war im Vorfeld jedoch weniger absehbar, letztendlich jedoch vollends verdient. Auf dem Weg dahin setzte man sich bei der Stadtmeisterschaft deutlich gegen das Gymnasium Alexandrinum durch (63:39) und auch der Gegner des Meranier-Gymnasiums aus Lichtenfels sollte beim Regionalausscheid eine zu bewältigende Hürde darstellen (125:36). Ging man in diese Partien von vornherein als klarer Favorit, so reiste man zum Bezirksfinale nach Bamberg eher als David an und hatte zum Ziel, die Basketball-Goliaths aus Bayreuth und vor allem aus Bamberg, welche schon an den deutschen Meisterschaften teilnahmen, zumindest zu ärgern.

Wie es der Spielplan wollte, musste man sich zuerst mit dem Überraschungsteilnehmer aus Wunsiedel messen. Durch eine aggressive Defense tief in der gegnerischen Hälfte und schnelle Angriffe, die durchgehend von harmonischen Teamplay und flinken Doppelpässen geprägt waren, schaffte man recht frühzeitig klare Verhältnisse und wies den Gegner mit einer Führung jenseits der 35 Punkte in die Schranken. Dieser doch eher lockere Aufgalopp versetzte die Jung-Ernestiner im zweiten Spiel jedoch zu einer teils fahrlässigen Lockerheit, sodass der Beginn gegen die Bayreuther schleppender verlief. Vor allem dem Missmatch, welches Tim Sauer seinem direkten Gegenspieler aufdrücken konnte, und der kluge Einsatz flinker Backdoorcuts ist es zu verdanken, dass man dennoch konstant punktete und – nachdem man sich mehr und mehr auf die Grundtugenden des Sports besann – mit am Ende 15 Punkten Unterschied klar gewann.

So stand es an, das finale Endspiel, an dessen Ende die beste Basketballmannschaft der Wettkampfklasse Jungen III Oberfrankens stehen sollte. Über die gesamte Spielzeit gelang es den Ernestiner-Jungs in einer ausgeglichenen Partie in Führung zu bleiben, auch wenn die erste Halbzeit noch von einer fahrigen Defensive sowie leichten Foulproblemen geprägt gewesen ist. So wurde den Bamberger Kontrahenten des Dietzenhofer-Gymnasiums immer wieder zu viel Raum gelassen, welchen diese durch gekonnte Einzelaktionen nutzen und das Spiel so lange offenhielten. Jedoch brachten auch die Ernestiner zunehmend ihre individuelle Klasse ins Spiel. Dabei stachen vor allem Tim Sauer mit einer Freiwurfquote von 100% und Emil Knoch mit einem eminent wichtigen Clutch-Dreier in einer spielentscheidenden Phase heraus. Foulprobleme und die daraus resultierende Unordnung beim Gegner sorgten letzten Endes dafür, dass ein über die gesamte Distanz ausgeglichenes und spannendes Spiel, zugunsten der Coburger Basketballer endete, die somit zur Qualifikationsrunde Nordbayerns reisen, um sich mit den besten Mannschaften aus Unter- und Mittelfranken sowie der Oberpfalz zu messen.

Diese findet am Dienstag, den 04.02.2020, in Neustadt a.d. Waldnaab statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oben (v.l.): Emil Knoch, Florian Riedel, Tim Sauer, Markus Poetzsch (betreuende Lehrkraft)                          Unten (v.l.): Elias Güntel, Kai-Uwe Kirbach, Fabian Günther, Hannes Orlamünde. Es fehlt: Anton Knoch

Februar 3, 2020