Fahrt der 9. Klassen zur Coburger Hütte vom 4.-6.7. – same same but different

Am 04.07.22 trafen sich um 6.45 Uhr 19 SchülerInnen der 9. Jahrgangsstufe, zusammen mit Frau Wöhner und Herrn Klemt am Coburger Bahnhof. Von dort aus nahmen wir die Reise zur Coburger Hütte in Angriff. Nach dem Zustieg von Herrn Jäger waren wir dann komplett. Kurz vor 13 Uhr kamen wir mit dem Schienenersatzverkehr in Ehrwald an. Nach ca. 1h Fußweg erreichten wir die Bergbahn, bei der wir vor die Wahl gestellt wurden, ob wir die Gondel benutzen und den Rest laufen wollen oder ob wir den Aufstieg von ganz unten antreten. Kurzerhand entschlossen wir uns, den angeblich nicht so schlimmen Weg namens „Hohen Gang“ zu beschreiten, welcher von ganz unten begann. Das hatte noch keine Gruppe vor uns gewagt. Dies bereuten einige von uns schon nach kurzer Zeit, da die Steigung und der geröllige Pfad den Aufstieg erschwerten, andere genossen den aufregenden Aufstieg und die tollen Blicke zur Zugspitze. Nach einigen kleinen Zwischenpausen kamen auch die letzten Nachzügler kurz nach 18 Uhr auf der Coburger Hütte an. Nach den Strapazen des Aufstiegs kam nun der Stolz, dass wir den Hohen Gang geschafft hatten. Sofort ging es zum Essen, bei welchem gleich die Zimmereinteilung festgelegt wurde. Schnell war klar, dass keiner mit den LehrerInnen in einem Lager schlafen wollte, weshalb es gemischte Zimmer gab – auch eine Neuerung zu den Vorjahren. Zur kleinen Erfrischung sind ein paar nach dem ersten Tag in den nahegelegenen Bergsee gesprungen, welcher doch mit knapp 8 Grad sehr kalt war. Den restlichen Abend vertrieben wir uns mit Gesellschaftsspielen, bei denen wir mit Verblüffung feststellen mussten, dass Frau Wöhner nicht mischen kann. Am nächsten Morgen stand eine Wanderung und Klettern auf dem Programm, aber aufgrund des regnerischen Wetters mussten wir dies leider absagen, was in den vielen Jahren davor noch nie vorgekommen war, da bislang gutes Wetter abonniert war. So stärkten wir uns am Morgen mit einem gemütlichen Frühstück und danach lehrte uns Frau Wöhner eines ihrer Lieblingsspiele, welches mit Freude aufgenommen wurde. Am Nachmittag verzogen sich die Regenwolken und nach einem leckeren Mittagessen machten wir uns zu der angeblich 3-stündigen Wanderung um die Taja-Köpfe auf. Doch schon bald wurde uns bewusst, dass diese wesentlich länger werden würde – offenbar war den Angaben der Lehrkräfte nicht ganz zu trauen. Einige von uns bestiegen das Tajatörl mit viel Energie und Engagement, andere mit eher langsamem und gemütlichem Tempo. Nachdem Herr Jäger nach einiger Zeit ungeduldig wurde, aus Angst zu spät zum Essen zu kommen, bekam die hintere Gruppe den Spitznamen LTT verpasst – langsame Trödel-Truten. Mit lockerer, lustiger und ab und zu nörgelnder Stimmung umrundeten wir den Berg und besichtigten dabei auch das Wrack eines abgestürzten US-Bombers aus dem 2. Weltkrieg, dessen Reste im Brendelkar verteilt sind. Pünktlich um 18 Uhr trafen auch die letzten zum Abendessen ein, nachdem sie die 10 km und 700 Höhenmeter Aufstieg bewältigt hatten. Für eine kleine Erfrischung gingen einige danach nochmals in den Bergsee. Abends beobachteten wir den Sonnenuntergang und unterhielten uns über spannende Themen. Am nächsten Morgen mussten wir schon früh aufstehen, da der Abstieg bevorstand. Nach einem zügigen Frühstück und einem schnellen Gruppenfoto traten wir um ca. 9:00 Uhr den Rückweg an. Bei diesem bemerkte man, dass bei manchen die Kraft nachließ. Aufgrund des Schienenersatzverkehrs mussten wir uns ein wenig beeilen und hofften, dass wir noch rechtzeitig unten ankommen. Trotz vieler Verzögerungen bei der Bahn kamen wir überraschend wie geplant um Punkt 19 Uhr am Bahnhof in Coburg an.

Wir bedanken uns bei dem Wirt Jürgen für die freundliche Unterkunft und das Essen, beim DAV Coburg für die Bereitstellung des (nicht gebrauchten) Materials und auch bei den Lehrkräften, deren Nerven wir ab und zu strapazierten. Es war eine tolle Fahrt! (Neele, Klasse 9c)

Juli 12, 2022