In diesem Jahr hat das Ernes ein bemerkenswertes Kapitel in seiner Sportgeschichte geschrieben und die ohnehin ansehnliche Sporthistorie des Gymnasiums erweitert: Zum ersten Mal trat man beim Bundesfinale, dem Frühjahrsfinale von „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“, im Tischtennis an, nachdem sich die Jungen III zuvor, als bayerischer Meister qualifiziert hatten. Der Weg dorthin war alles andere als einfach, doch die Entschlossenheit und der Teamgeist der Mannschaft, bestehend aus Georg Neugebauer, Linus Dellert, Anton Kalb, Lukas Packert, Moritz Gläsner, Mathieu Teissier und Simon Marose, führten zu diesem großartigen Erfolg. Der Weg zum Bundesfinale begann mit einem packenden bayerischen Finale, das unsere Mannschaft denkbar knapp für sich entscheiden konnte. Diese knappe Entscheidung war der Auftakt zu einem unvergesslichen Erlebnis in Berlin, das zwei Monate später folgen sollte.

Am ersten Tag in Berlin stand nach einer komfortablen Anreise via ICE die Erkundung der Stadt, einige Teambuilding-Maßnahmen sowie der Besuch des Brandenburger Tors auf dem Programm. Die beeindruckende Kulisse und die historische Bedeutung dieses Wahrzeichens hinterließen einen bleibenden Eindruck bei den jungen Talenten, die in den folgenden Tagen über sich hinauswachsen sollten. Die Wettkämpfe begannen mit einem Paukenschlag: Die Mannschaft des Ernes besiegte die Teams aus Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt klar und sicherte sich damit den zweiten Platz in der Gruppe. Lediglich gegen das Sport-Elite-Gymnasium Pierre-de-Coubertin aus Thüringen musste man sich geschlagen geben und das hohe Niveau Deutschlands bester Spieler anerkennen. War diese Erfahrung schon faszinieren, traf man am zweiten Wettkampftag auf die absolute Elite Deutschlands. Konnte man das erste Match noch spannend gestalten und sich gegen Konkurrenz aus Niedersachsen durchsetzen, musste man die Extraklasse den späteren und bereits mehrfachen deutschen Meister aus Nordrhein-Westfalen, dem Lessing-Gymnasium, anerkennen, sodass man mit 2:5 unterlag. Dennoch stand am Ende ein mehr als respektabler Erfolg, das Gymnasium Ernestinum erreichte bei seiner ersten Teilnahme des Wettkampfs auf nationaler Ebene den 6. Platz unter den 16 Bundesländern.

Neben den sportlichen Herausforderungen bot Berlin aber auch sportliche Highlights für die jungen Schüler der Wettkampfmannschaft. So stattete man am Mittwoch den Füchsen Berlin gegen Veszprém im Champions-League-Viertelfinale im Handball einen Besuch ab und bekam die Gelegenheit, dem der Welthandballer Mattias Gidsel bei seiner Gala live beizuwohnen. Der letzte Tag war der Entspannung und dem Vergnügen gewidmet. Nach einer ausgiebigen Shoppingtour und weiteren kulturellen Highlights folgte die Abschlussgala, die mit einer beeindruckenden Show und der Siegerehrung einen würdigen Abschluss fand. So hat die Tischtennis-Schulmannschaft der Jungen II des Gymnasium Ernestinum, die erst vor drei Jahren gegründet wurde, mit erfahrenen Spielern und großem Teamgeist ein beeindruckendes Debüt beim Bundesfinale hingelegt und ist noch lange nicht satt, im Gegenteil: Die Erlebnisse eines solchen Ereignisses werden den Jungs noch lange in Erinnerung bleiben und sie motivieren, auch in Zukunft historische sportliche Erfolge feiern zu wollen.

