Das Gericht in Nürnberg bietet jungen Menschen die Möglichkeit, mündliche Verhandlungen zu besuchen. Dies ermöglicht es, den Aufbau des Gerichts und den Ablauf eines Prozesses authentisch zu erleben. Aus diesem Grund besuchte das Grund- und Leistungsfach Wirtschaft und Recht der Jahrgangsstufe 13 zwei Strafprozesse. Geurteilt wurde über einen Fahrradzusammenstoß mit Verletzungsfolgen und über eine Trunkenheitsfahrt mit begleitendem Unfall und großem Sachschaden. In beiden Fällen sprach der Richter am Ende der Verhandlung vor der versammelten Schülerschaft ein Urteil und begründete dies ausführlich. Da ein Angeklagter nicht zu seinem Verhandlungstermin erschien, nahm sich der Richter und der anwesende Staatsanwalt viel Zeit, um auf Fragen der Schüler und Schülerinnen detailliert einzugehen. So erlebten die Ernestiner die Theorie, die sie zurzeit in der Schule als Lehrstoff vermittelt bekommen, in der praktischen Anwendung.
Zusätzlich wurde der Besuch des Amtsgerichtes in Nürnberg verbunden mit der Besichtigung des Dokuzentrums „Memorium Nürnberger Prozesse“. Dieses informiert am historischen Ort über das Gerichtsverfahren vor dem Internationalen Militärgerichtshof, erweitert aber seinen Fokus auch auf die 1946-49 durchgeführten „Nürnberger Nachfolgeprozesse“ sowie deren Auswirkungen auf die Entwicklung des Völkerstrafrechts.
Für die Schüler und Schülerinnen war es ein informativer Ausflug der sowohl Teile der Inhalte des Faches Wirtschaft und Recht als auch des Faches Geschichte thematisch anschaulich ergänzte.








