ACHTUNG Viertklässler: Das ERNES stellt sich vor – virtuell und kontaktlos!

 

“Hallo, liebe Grundschülerinnen und Grundschüler, guten Tag, liebe Eltern!” – so oder so ähnlich würden unsere Schülermoderator*innen euch und Sie in der gut gefüllten Mensa im Rahmen unseres Info-Tages eigentlich begrüßen. Aber erstens kommt alles anders, und zweitens als man denkt!
Natürlich gäbe es einen schmissigen musikalischen Beitrag unseres Unterstufenchors, bei dem unsere Fünftklässler*innen mit ihren kräftigen Stimmen nicht nur den Songtext trällern, sondern auch ihrer eigenen Begeisterung für das Ernestinum Ausdruck verleihen. Könnt ihr es hören? In der dritten Reihe rechts steht ein Junge, der für einen Augenblick den Text vergessen hat und hilfesuchend auf die Münder seiner Mitsänger*innen schaut, um sich dann umso lauter bei „Doch es dauert nicht mehr lange und es kommt der Moment, an dem ihr mein Talent erkennt“ aus dem Refrain des Rittersongs wieder einzuklinken! Das ist live und ungefiltert!

Nach einigen Minuten überlassen unsere Jüngsten – sichtlich zufrieden mit Ihrem und eurem Applaus – die Bühne den aufgeregten Nachwuchsmoderator*innen – dieses Jahr wären es Eileen B. aus der 8. Klasse sowie Daniel M. und Natascha W. aus der Q12 gewesen. Und schick gemacht haben sie sich für ihre Aufgabe, das muss man echt sagen! „Wer mag denn den anwesenden Kindern etwas über das ERNES berichten?“ Die Schüler auf der Bühne schauen sich an, aus einem kleinen Mädchen mit Kurzhaarschnitt platzt es heraus: „Also als ich den ersten Schultag am ERNES hatte, da hat uns den ganzen Tag unser Klassenleiter begleitet, der hat uns alles gezeigt, wir sind durch die ganze Schule marschiert, durften auf dem Weg die Schulleitung und die Sekretärinnen bei der Arbeit stören, haben uns die Essensausgabe angeschaut und erfahren, wo wir welche Informationen erhalten. Das war schon ganz schön viel, aber so konnte man sich in den Folgetagen gut zurechtfinden. Außerdem war man ja nicht allein, irgendeiner in der Klasse wusste immer, wie es funktioniert.“ „Und was ist dir sonst noch in Erinnerung geblieben…?“

So kommen die Schülermoderatoren mit Fünft-, Acht- und Elftklässlern des Ernestinums ins Gespräch über all das, was ihrer Meinung nach das ERNES ausmacht und wir euch nun mit diesem erzählerischen Bericht, gespickt mit Links zu den entsprechenden Seiten unserer Homepage (=> ), nahebringen wollen: über Doppelstundensystem und Wochenarbeitspläne, über Lernen-lernen und Kennenlerntage (⌂), über diverse Fahrten (⌂) und Sportveranstaltungen (⌂),die sich ihnen als unvergessliche Erlebnisse ins Gedächtnis gebrannt haben, über Slack Line und Kletter-Parcours auf dem Schulhof, über die schönen mehrfarbigen Klassenräume und das baulich eigenwillig konzipierte Schulhaus, in dem man sich anfangs erst einmal zurechtfinden muss, die neu aufgesetzte und frisch renovierte Schüler-Bibliothek, die OGA (⌂), den dort stehenden Kicker sowie Christian Distler und Rebecca Weituschat von der Ejott (wir Schüler dürfen sie beim Vornamen nennen!) und über vieles mehr. Ihr seht schon – es wird spannend! Und dabei streift dieser Talk nur einen Bruchteil von Aspekten unserer Schule! (⌂)

Und wie ist es für Schülereltern? Da kann Herr Dr. Jakob am besten selbst berichten, schließlich hat er gleich zwei Söhne bei uns. „Ja, der Wechsel ans Gymnasium bedeutet eine Umstellung, aber meine Söhne hatten in der 5. Klasse deutlich weniger Stress als in der Vierten. Das liegt vor allem auch am Doppelstundensystem hier – weniger Fächer pro Tag und damit auch weniger gedankliche Umstellung und Bücher im Ranzen! Darüber hinaus ist uns bewusst, dass dieser Übergang trotzdem nicht zu unterschätzen ist. Deshalb begleiten wir ihn von Anfang an auf sehr unterschiedliche Weise, aber äußerst systematisch, z. B. durch im Stundenplan bereits angelegte Intensivierungsstunden in den Kernfächern oder ein umfassendes Coaching-Programm – schließlich wollen wir alle mitnehmen, keinen zurücklassen und möglichst viele durch die dreizehn Schuljahre im neuen G9 bringen!”

Ihr werdet in den ersten beiden Jahren bei uns keinen verpflichtenden Nachmittagsunterricht haben, aber ich sehe schon kommen, dass trotzdem viele von euch auch nachmittags bei uns sein werden, um an unseren zahlreichen Wahlfach- oder Projekt-Angeboten teilzunehmen (⌂): die einen werden Klettern oder Reiten gehen, andere werden Handball oder Fußball spielen oder ihre Körperbeherrschung im Judo oder bei den Bewegungskünsten unter Beweis stellen, viele werden in den Chor einsteigen oder sich im Theaterspielen versuchen, einige Mädels werden den Wunsch haben, unsere sehr erfolgreiche Tanzgruppe zu verstärken und viele Jungs werden sich sehnsüchtig in die 6. Klasse wünschen, damit sie endlich in der Robotik Legosteine in Bewegung setzen können.

Auch unsere sehr experimentierfreudige naturwissenschaftliche Forscherwerkstatt wird zahlreiche Mädels und Jungs faszinieren – wir sind nämlich nicht nur MINT-freundlich (also freundlich zu Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), sondern die einzige zertifizierte MINT-Schule in Coburg! Das muss an dieser Stelle auch mal gesagt werden!“ Darauf würde ganz sicher aus den Reihen unserer eigenen anwesenden Schüler*innen ein stolzes „Yeah!“ ertönen, worauf jemand aus dem Moderatorenteam – sagen wir: Daniel – das Mikro auf Valentin H. richten würde, da dieser am lautesten geraunt, dabei heftig genickt und seine Wollmütze verloren hat, so dass jetzt seine unglaubliche Mähne zum Vorschein kommt, die Ernestiner*innen sonst nur bei seinen Auftritten mit der Schulband, z. B. beim Sommerkonzert, zu sehen bekommen. Was für ein Anblick!

Aber zurück zu unseren Angeboten: MINT-EC-Schule – Was heißt das eigentlich? Herr Dr. Jakob – selber Mathe-, Physik- und Informatiklehrer – würde an dieser Stelle sehr anschaulich und voller Begeisterung erläutern, wie vielfältig das ERNES als Gymnasium mit einem naturwissenschaftlich-technologischen und einem wirtschaftswissenschaftlichen Zweig (⌂) seine Schüler*innen in Mathematik, Informatik, den Naturwissenschaften und in Technik fördert. Das Resultat kann sich echt sehen lassen: viele, viele sehr erfolgreiche Teilnahmen bei Mathe-Wettbewerben, sogar über Bayern hinaus! Aber keine Sorge, dafür muss man nicht ausschließlich Naturwissenschaften im Kopf haben: MINT ist für jeden etwas, man braucht „keine besondere Begabung“. Auf jeden Fall hat man aber dadurch später in nahezu allen Berufssparten super Chancen! (⌂)

„Was gibt es noch?“ Das Mikro kreist … „Wir sind eindeutig viel, viel mehr als MINT! Unser zweiter Schwerpunkt – und da sind wir ebenfalls einzigartig in Coburg – sind die Wirtschaftswissenschaften. Hier gibt es enge Kooperationen mit euch sicherlich bekannten Coburger Unternehmen, mit Brose, Kapp, Kaeser und Haba, und mit der Hochschule. Einmal im Jahr sehen wir viele unserer ehemaligen und mittlerweile sehr erwachsen wirkenden Schüler*innen wieder, wenn sie im Rahmen studien- und berufsorientierender Einheiten im Gespräch mit Q11ern über ihre Erfahrungen aus Studium oder beruflicher Ausbildung berichten – und das auch mal in voller Polizeiuniform! Das kann echt imposant sein und zeigt, wie nah das Ernestinum am Leben ist!

Apropos lebensnah: Was bringt beruflich und privat noch mehr als MINT und eine enge Vernetzung mit der Wirtschaft? Das sind Fremdsprachenkenntnisse; eure ersten Schritte in Englisch werden bei uns zu einem breiten praxistauglichen Highway ausgebaut, ihr könnt Französisch und Spanisch nachlegen, wenn ihr eure Liebe für moderne und gesprochene Sprachen entdeckt, aber natürlich könnt ihr auch Latein wählen (⌂).

Es gibt viele gute Gründe, eine Ernestinerin, ein Ernestiner zu werden, aber das Wichtigste ist, DU entscheidest selbst: horche in dich hinein, werde dir deiner Interessen und Stärken bewusst, sprich mit deinen Eltern, überlegt zusammen, was DU brauchst, um dich wohl zu fühlen und um neue Stärken zu entwickeln, und verschaffe dir – in Zeiten Coronas – kontaktlos einen Überblick über das Schulleben am Ernestinum auf unserer sehr umfangreichen Homepage (⌂). Wir freuen uns, wenn dir und deinen Eltern das Eine oder Andere auch gefällt und wir dich im neuen Schuljahr bei uns willkommen heißen dürfen.

April 30, 2020