Wie nachhaltig ist unsere Chemie im Alltag?

 

Durch eine Kooperation der Universität Regensburg und dem MINT-EC Schulnetzwerk bekam Viktor Neumaier (Q11) die Chance, einen theoretischen und praktischen Einblick in die alltägliche Relevanz der Green Chemistry zu erlangen.

Angekommen in der bayerischen Stadt ging es direkt mit einer offiziellen Begrüßung aller Teilnehmer los. Anschließend hörten die Schülerinnen und Schüler bei einem spannenden Vortrag über die vielen Facetten des Phosphors zu. Daraufhin referierte ein Experte über die Abwasserreinigung im Hinblick auf Phosphorelimination und Phosphorrückgewinnung. Zum Abend hin wurde der erste Uni-Tag mit einem praktischen Workshop zum Thema anorganische Chemie abgeschlossen.

Am zweiten Tag wurden die Teilnehmer mit eigener Laborausrüstung eingekleidet, um nach einer Vorlesung über angewandte Nachhaltigkeit erste Laboreinblicke zu bekommen. Danach gab es Mittagessen in der Mensa der Uni, wobei die anwesenden Professoren und Doktoranten für die vielen Fragen und Diskussionen der Schüler ein offenes Ohr hatten. In der anschließenden Laborpraxis ging es um nachhaltige Formulierungen. Die Schülerteams synthetisierten selbst nachhaltige Verbrauchsgüter, wie etwa Lippenstift oder Haargel. Die Gruppe von Viktor Neumaier stellte dabei einen Treibgas-freien Rasierschaum her. Logischerweise wurde über die Laborpraxis ein Protokoll erstellt, welches die Schüler korrigiert am letzten Camptag zurückerhielten.

Tag drei startete mit einem Vortrag über die chemische Synthese mit Sonnenlicht. Anschließend wurde der Lernstoff in die Tat umgesetzt, indem im Labor experimentiert wurde. Der Unitag wurde mit einer umfangreichen Rally durch die Fakultät abgeschlossen, um den Teilnehmern sämtliche Möglichkeiten und technischen Anlagen der Universität zu zeigen. Nach dem Abendessen in der Jugendherberge brach die Gruppe nochmal für einen nächtlichen Spaziergang durch die Innenstadt auf.

Der letzte Camptag wurde durch eine Vorlesung über chemische Analytik eröffnet. In der anschließenden und zugleich letzten Laborpraxis wurde der erschreckend hohe Nitratgehalt in unserem Trinkwasser von den Kursteilnehmern bestimmt und mit den Doktoranten besprochen. Nach der Protokollrückgabe erhielten die Schüler noch einen Vortrag des Studiendekans über den Weg zum passenden Studium. Mit dem gemeinsamen Essen in der Mensa endete auch schon das spannende und informative Camp, indem Schüler kurzzeitig zu echten Chemikern wurden.

Dezember 17, 2018