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Was ist der Mensch?
Das Thema "Was ist der Mensch" bearbeiteten die vier Ethik-Schüler des Kollegstufenjahrgangs 2006/2008.
Im Folgenden erscheint eine kurze Einleitung zu dieser Thematik, danach kann man die entsprechenden Powerpoint-Präsentationen anklicken.
Jahrhundertelang haben die Menschen geglaubt, aus der Natur auf besondere Weise herausgehoben zu sein und sich wesensmäßig von den Tieren zu unterscheiden. Die Griechen waren davon überzeugt, dass sie neben den Göttern als einzige Lebewesen mit der Gabe der Vernunft ausgezeichnet seien. Dies befähige sie mit Hilfe einer hochentwickelten Sprache das Wesen der Welt zu erkennen.
In noch radikalerem Maße waren die christlichen Denker der Antike und vor allem des Mittelalters von der Sonderstellung des Menschen als Ebenbild Gottes überzeugt. Diese Gottesebenbildlichkeit besagt nicht nur, dass der Mensch die von Gott geschaffene Natur erkennen kann, sondern sie bezieht sich vor allem auf die Möglichkeit der Freiheit, sich in einer Selbstreflexion von der Sünde zu distanzieren und sich Gott zuzuwenden. Der Mensch als Individuum kann sich selbst bestimmen, im positiven wie im negativen Sinn.
Ganz anderes lässt sich der modernen Deutung des Menschen entnehmen. Der Philosoph Max Scheler hat schon 1928 konstatiert, „dass in keiner Zeit der Geschichte der Mensch sich so problematisch geworden ist wie in der Gegenwart.“ Sigmund Freud spricht in diesem Zusammenhang von den „drei Kränkungen der menschlichen Eigenliebe“. Der Mensch ist danach (1) ein Verlorener auf einem einsamen Stern im grenzenlosen Weltraum (s. Kopernikus), (2) eine sterbliche Kreatur im erbarmungslosen Überlebenskampf der abermillionen Lebewesen (s. Darwin) und (3) ein ständig Betrogener, der sich von Einsicht und Selbstbestimmung geleitet fühlt und doch nur ein Spielball seiner unbewussten Motivationen und Energien ist ( nach Freud selbst).
Ein Grundproblem der modernen philosophischen Anthropologie ist daher die Reflexion der in der Praxis gelebten Sonderrolle des Menschen unter Berücksichtigung der großen wissenschaftlichen Entzauberungen angefangen bei Kopernikus bis hin zu den Aussagen der modernen Hirnforschung.
Eine kleine Gruppe von Schülern (Grundkurs Ethik Jahrgang 2006/2008) hat sich diesem Thema verschrieben und sich von drei unterschiedlichen Perspektiven der Frage „Was ist der Mensch“ genähert.
Thomas Linder und Kevin Ferdinandus gehen in einem kurzen Streifzug auf geschichtliche Aussagen zur Sonderstellung des Menschen ein und stellen am Ende durch das Phänomen der Emergenz einen modernen Lösungsversuch der Problematik dar. Psychologisch orientiert sich Sandra Hofmann, die den Menschen als wahrnehmendes, lernendes, bewusstes, soziales, emotionales und problemlösendes Wesen begreift. Raimund Weinig zeigt in seiner Präsentation die neuronalen Funktionen des Bewusstseins und stellt somit einige Erkenntnisse der modernen Hirnforschung dar.
Die Schüler hoffen, durch ihre selbständige Arbeit einen Beitrag geleistet zu haben, den der interessierte Leser zu schätzen vermag.
Sandra Hofmann, Kevin Ferdinandus, Thomas Lindner und Raimund Weinig zusammen mit ihrem Kursleiter, Herrn Mischke.
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Probeunterricht am Ernestinum |
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Berlinfahrt der 10. Klassen |
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Schullandheimfahrt der 5. Klassen |
| 25.07. | 17:00 Schulhoffest |
| 26.07. | Wandertag |
