Auf den Spuren der Dinosaurier: Die 5. Klassen im Schullandheim in Tambach-Dietharz

Bereits weit vor 8 Uhr standen am Montag, den 2. Juli Eltern mit Kindern am Anger bereit – aufgeregt. Schließlich stand für viele die erste längere Trennung bevor: eine Woche Schullandheim in Tambach-Dietharz. Um die Kinder herum standen Koffer, in denen nicht nur die Kleidung für eine Woche Spiel, Spaß und Spannung, sondern auch die eine oder andere Chipstüte (nur für Notfälle selbstverständlich!) enthalten musste. Es sah kurzzeitig nicht danach aus, ob die Busfahrer das viele Gepäck auch wirklich unterbringen würden, aber schließlich war alles verstaut, die letzten Abschiedsumarmungen waren abgearbeitet und wir setzten uns in Bewegung. Ziel war Tambach-Dietharz, ein Kurort in Thüringen, in dessen unmittelbarer Nähe die Kombination aus Schwimmbad, Wandergebiet, Bolzplatz, Saurierfunden und diversen Museen viel Abenteuer versprach.

Das Programm konnte sich sehen lassen: Am ersten Nachmittag durften sich die Schülerinnen und Schüler bei einer Mini-Ernes-WM austoben und in aus beiden Klassen und aus Jungs und Mädchen gemischten Teams zuerst ein Land, eine Hymne und eine Länderidentität entwickeln, unter der sie dann in den Disziplinen Fußball, Rätsel, Ball über die Schnur, Teamwork und Staffellauf gegeneinander antraten. Schnell kristallisierten sich Sieger heraus – der Preis für die beste Gruppe in allen Disziplinen ging an das Land Ernstland! Herzlichen Glückwunsch den Siegern.

An den folgenden Tagen übten sich die jungen Ernestinerinnen und Ernestiner bei einem Teamtraining, zu dem ein Sozialpädagoge eigens angereist war, oder beim Wandern auf dem Dinosaurierpfad, auf dem die in der Nähe von Tambach gefundenen Dinosaurierspuren erfahrbar (und ersitzbar) gemacht wurden. Auch das Schwimmbad und die lokalen Eisdielen wurden eifrig getestet, spielte das Wetter doch wunderbar mit. Erstaunlicherweise erwies sich als ein Highlight die von der Jugendherberge organisierte Disco, bei der vor allem die Jungs ihre erst vor kurzem erworbenen Hip-Hop-Künste vorführen konnten.

Den krönenden Abschluss bildete eine Wanderung durch den Lauchagrund von Friedrichsroda zum Inselsberg. In den Backofenlöchern konnten wir uns vor der giftigen Höhlenspinne gruseln und beim Aufstieg zum Aschenbergstein ging dem einen oder anderen fast die Puste aus. Doch der beeindruckende Blick zum Inselsberg über den Lauchagrund entschädigte viele für den anstrengenden Anstieg. Zuletzt erreichten wir den kleinen Inselsberg, der mit seiner Sommerrodelbahn und vielen weiteren spannenden Attraktionen die Fünftklässler begeisterte. Insgesamt war es eine spannende Woche, bei der die Eltern nur manchmal vermisst wurden – z.B. beim Aufräumen der Zimmer oder mal ein kleines bisschen abends vor dem Schlafengehen. Aber das hielt man wohlweislich geheim – schließlich sind ja schon bald alle Sechstklässler und damit fast erwachsen!

Juli 11, 2018